Sonnenzeit-Hautkrebszeit

Endlich steigen die Temperaturen! Endlich können wir uns in der Sonne aalen, wir freuen uns über eine gesündere Hautfarbe und genießen das Sonnenbaden. Sonnenschutz ist dabei das A und O, denn die UV-Strahlung der Sonne ist aggressiv und fördert die Entstehung von Hautkrebs.

Hautkrebs? Ich doch nicht!

So denken die meisten. Kennen Sie Ihren Hauttyp?

Hauttyp I: sehr blass, Sommersprossen, hellblonde oder rote Haare, immer Sonnenbrand, wird nicht braun

Hauttyp II: helle Haut, blonde bis hellbraune Haare, helle Augen, meistens Sonnenbrand, wird kaum braun

Hauttyp III: mittelblond bis braune Haare, braune Augen, von Natur aus dunklerer Teint, selten Sonnenbrand, wird schnell braun

Hauttyp IV: dunkle Haare, dunkle Augen, dunkle Haut,  nie Sonnenbrand, immer braun

Wie Sie vielleich schon richtig erkannt haben, ist Hauttyp I eher hautkrebsgefährdet, im Gegensatz zu Hauttyp IV.

haut
Die Haut ist unser größtes Organ. Schützen Sie es!

 

Daher ist es wichtig, den richtigen Sonnenschutz passend zum Hauttyp auszuwählen. Für helle Typen und Kinder ist eine Sonnencreme mit mindestens LSF 30 empfehlenswert, dunklere Hauttypen kommen mit einer Sonnencreme, die LSF 20 entspricht aus.

Auch die Augen, Ohren und die Nase sowie die Kopfhaut sollte geschützt werden, Daher empfielt sich das Tragen eines Sonnenhutes, Sonnenbrille und großzügiges Eincremen der hervorstehenden Teile des Kopfes (Ohren und Nase). Regelmäßiges Nachcremen ist ebenso wichtig, da durch Schwitzen, Schwimmen und Bewegung die aufgetragene Creme verläuft.

Sonnenschutz

Wer denkt, im Schatten ist das Eincremen nicht erforderlich, liegt falsch. Auch hier besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes. Insbesondere auf Sand und im Wasser ist die Sonnenbrandgefahr am höchsten, da das Licht reflektiert wird.

Deshalb: Cremen Sie sich bevor Sie nach draußen gehen ein, dann droht am Abend keine böse Überraschung.

Tomate

Auch Ihre Ernährung trägt einiges bei. Mikronährstoffe wie Vitamin E, C, Carotinoide und Flavonoide tragen zum UV- Schutz von Innen bei.  Dazu gehören alle rot- und orangefarbenen sowie dunkelgrüne Früchte und Gemüse. Auch Nüsse und  Ölsaaten zählen zu den Top Vitamin-E Lieferanten. Insbesondere Tomaten ( vor allem in gekochter Form, als Soße oder Tomatenmark) sind mit ihrem Inhaltstoff Lycopin ein idealer Begleiter zur Sommerküche.

Wann spricht man von Hautkrebs?

Es gibt zwei bekannte Formen von Hautkrebs. Zum Einen der weiße Hautkrebs (Basalzell- und Plattenepithelkarzinom) und zum Anderen der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom).

Die aktinische Keratose gilt als Hautkrebs- Vorstufe und wird auch „Bauernkrankheit“ genannt, da diese Berufsgruppe (auch Baurbeiter, Straßenbauer) wegen der chronischen UV-Einwirkung besonders gefährdet ist. Sie tritt hauptsächlich im Kopf- und Gesichtsbereich auf. Die Therapie erfolgt durch Vereisung (Kryotherapie) oder Laser (photodynamische Therapie), in manchen Fällen wird der Bereich auch weggeschnitten (Exzision).

Ebenfalls per operativer Exzision werden die Stellen, die vom weißen Hautkrebs betroffen sind, mit einem Sicherheitsabstand zum umliegenden Gewebe entfernt.

Das maligne Melanom zählt zu den häufigsten und aggressivsten Tumorarten überhaupt, da sich schon von sehr kleinen Bereichen Tumorabsiedlungen (Metastasen) in anderen Organen bilden können.

Bei rechtzeitiger Diagnose und sofortiger Therapie (operativ, Chemotherapie) liegen die Heilungschancen bei derzeit 85-90%.

Wie erkenne ich den schwarzen Hautkrebs?

Hilfreich ist eine regelmäßige Selbstkontrolle der Haut. Wie sehen die Muttermale (Nävi; Einzahl Nävus) aus? Haben sich neue gebildet? Zudem sollten Sie regelmäßig zur Früherkennung bei Ihrem Hautarzt gehen (ab dem 35. Lebensjahr).

Die Früherkennung richtet sich nach der ABCDE- Regel.

A   Asymmetrie. Die Form eines Nävus ist nicht mehr rund, oval oder länglich, eine Formveränderung eines bestehenden Nävus ist immer verdächtig.

B  Begrenzung. Die Ränder des Nävus sind verwaschen, wirken ausgefranst.

C  Colour (Farbe). Die Farbe eines Nävus wird dunkler, rötlich, rosa und gepunktet.      Vermischen sich mehrere Farben in einem Nävus, sollten Sie den Hautarzt aufsuchen. Das Gleiche gilt für Krustenbildung.

D  Durchmesser. Nävi mit einem Durchmesser über fünf Millimeter sind kontrollbedürftig.

E  Evolution. Veränderungen eines Nävus innerhalb der letzten drei Monate sollten ärztlich kontrolliert werden.

Weitere Merkmale, die Sie aufmerksam machen sollten sind:

  • Formveränderung vorhandener Muttermale
  • Größenzunahme
  • Blutung aus einem Mal
  • Juckreiz
fleck
Achten Sie auf Veränderungen. So sollte ein Muttermal nicht aussehen.

 

Natürlich müssen Sie sich nicht in der Wohnung verstecken, sobald die Sonne scheint. Wenn Sie einige Dinge beachten, sind Sie gut geschützt und können den Sommer ohne Reue genießen. Schließlich ist Sonneneinstrahlung auch wichtig für unseren Körper, lesen Sie dazu mehr im Beitrag über Vitamin-D.

Ein sonniges Wochenende wünscht,

Ihre Yvonne König

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