Rückenschmerzen

Schmerztherapie

Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen…jeder Zweite leidet an Schmerzen jeglicher Art. Manche wissen schon gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, schmerzfrei zu sein.

In der heutigen Zeit, dominiert von Computerarbeit, Stress und Bewegungsmangel leiden immer mehr Menschen an Schmerzsyndromen.

Sie nehmen verschiedene Schmerzmittel ein, um Linderung zu erlangen, doch diese haben meistens unangenehme Nebenwirkungen. Für kurze Zeit ist die Einnahme von Schmerzmitteln (Analgetika) durchaus sinnvoll und in einigen Fällen auch die einzige noch wirksame Methode, um Schmerzfreiheit beziehungsweise -linderung zu ermöglichen.

Bevor ich auf die einzelnen alternativen Behandlungsmethoden eingehe, sehen wir uns das Phänomen „Schmerz“ einmal genauer an.

Schmerz, lass´nach!

Wir unterscheiden zwischen akutem und chronischem Schmerz.

Akuter Schmerz ist jedem bekannt. Er tritt auf, sobald ein Schmerzreiz von außen (z.B. Stoß, Sturz, Stich) ein Signal zum Schmerzzentrum im Gehirn gesendet hat. Auch ein durch Krankheit bedingter Schmerz (bei einer Grippe) oder Bauchschmerzen (Blinddarmentzündung, Menstruationsschmerzen) zählen zu der Gruppe der akuten Schmerzen. Diese treten meist plötzlich auf, halten über einige Sekunden bis wenige Tage lang an und verschwinden auch wieder. Durch akute Schmerzen kann eine Diagnose gestellt und der Ursprung festgestellt werden. Hier eignen sich die gängigen Analgetika und/oder Hausmittel.

Tabletten
Ein bunter Cocktail, für viele Schmerzpatienten das erste Frühstück.

 

Chronischer Schmerz überdauert diesen Zeitraum, in welchem normalerweise die Heilung erfolgt. Bei den Patienten finden sich oft mehrere Faktoren, die für das Überdauern der Schmerzen verantwortlich sind. Es werden soziale, psychische und somatische Gründe vermutet, die das Schmerzlevel oben halten. Neben der Ursachenforschung und deren Behandlung muss auch auf die möglichen Folgen eingegangen werden. Ein interdisziplinäres Therapieverfahren ist hierbei unabdingbar. Es besteht meistens aus medikamentöser Therapie, Physiotherapie und Psychotherapie. Alleine mit Analgetika wird den betroffenen Patienten hier nicht geholfen.

Ich habe mich auf die Behandlung chronischer Schmerzsyndrome spezialisiert, wobei mein Behandlungsanteil NICHT den eines Arztes ersetzt.

Chronische Schmerzen sind ein leidiges Thema. Viele Patienten berichten von Schmerzen, die seit über 20 Jahren bestehen, nehmen manchmal mehr als drei verschiedene Schmerzmittel und fühlen sich unwohl. Natürlich leidet die Psyche darunter.

 

SpritzeDie Schulmedizin kann einen großen Beitrag zur Schmerzbekämpfung leisten, sei es mit verschiedenen Analgetika (von NSAR = nicht-steroidale-antirheumatika/ z.B. Ibuprofen über Opioide und Opiate, bis hin zu Morphinen), mit (systemischer) Infusionstherapie oder gezielter Injektion von Medikamenten (meist Analgetika in Kombination mit Cortison) in das Schmerzgebiet beziehungsweise das betroffene Nervengeflecht. Mittlerweile ist es auch möglich, Injektionen unter einem Computertomografen zu setzen, um ganz genau den Bereich zu spritzen, der betroffen ist. Es können selbst ganze Nervenbahnen analgetisiert werden, wie es bei einer PDA (= Periduralanästhesie, wie es auch bei Geburten möglich ist) der Fall ist.

So weit die Schulmedizin auch ist, Patienten mit chronischem Schmerzsyndrom erleben meist nur eine kurzzeitige Linderung.

Deshalb ist es wichtig, begleitend andere auslösende und erhaltende Faktoren zu behandeln.

 

 

Schädel
Schmerzen – oft ein Hilfeschrei der Seele

 

Die Psychotherapie ist bei Patienten mit chronsichem Schmerzsyndrom ein wichtiges Element der Behandlung. Fast alle Betroffenen leiden zusätzlich an Depressionen, Ängsten und anderen psychischen Erkrankungen. Bei einigen bestand die psychische Erkankung bereits vor dem Schmerzerleben, bei anderen hat sie sich erst dadurch entwickelt. Durch engmaschige Therapiesitzungen, die Hand in Hand mit der schmerzmedizinischen Therapie geht, können Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren herausgefunden und behandelt werden.

Die DGS (Deutsche Gesellschaft für Schmermedizin) hat einen Anamnesebogen entwickelt, welchen die Patienten zu Beginn der Behandlung ausfüllen, um dem behandelnden Arzt zu erlauben, sich ein grobes Bild über die Beschwerden, psychische und soziale Situation zu machen. Die Schmerzskala reicht von 0 bis 10, wobei zehn den unerträglichsten Schmerz darstellt. Bei jeder Sitzung wird dem Schmerz eine „Note“ gegeben und so eine Kurve angefertigt. Zuhause sollten die Patienten über einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen ein Schmerztagebuch führen, in welchem sie selbstständig die Schmerzintensität und Rahmenbedingungen (vorher bewegt, gearbeitet, geschlafen, Stress gehabt usw.) eintragen.

Den Schmerzfragebogen können Sie hier kostenlos herunterladen.

 

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen

Insbesondere Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule sind belastend für die Patienten.

Sind die Schmerzen in der Halswirbelsäule lokalisiert, leiden die Patienten oft an Schwindel, Kopfschmerzen und Taubheitsgefühlen in den Armen und Händen. Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule führen zu Magenschmerzen, Beklemmungsgefühlen und stechenden Schmerzen in der Herzgegend. Schmerzen in der Lendenwirbelsäule können Unterleibsschmerzen und Gefühlsstörungen in den Beinen und Füßen auslösen, bei Bandscheibenvorfällen in diesem Bereich auch Lähmungserscheinungen (Peroneuspare= Fußheberschwäche), die Patienten haben Sturzneigung, es kann zu Inkontinenz und Impotenz kommen. Treten letztere Symptome auf, sollten Sie sich schnellstmöglich in ärztliche Behandlung begeben!

Wirbelsäulenschmerzen jeglicher Art sprechen sehr gut auf die Dorn-Breuss-Therapie an. Durch die Massage, welche teilweise leicht schmerzhaft sein kann, werden die darunterliegenden Organe besser durchblutet, Schlackenstoffe leichter abtransportiert und die verkrampften Muskeln lockern sich. Gezielte Massage einzelner Zonen (sog. Head-Zonen) sorgt durch Aktivierung der jeweiligen Reflexbögen für eine Schmerzlinderung der zugeordneten Organsysteme.

Alternative Therapien bei Wirbelsäulenschmerzen sind:

  • Massagetherapie (klassische Massage, Faszientherapie, Dorn-Breuss-Therapie, Triggerpunkt-Therapie)
  • Kinesio-taping
  • Fußreflexzonenmassage
  • Akupunktur/Akupressur
  • Thermotherapie
  • Schröpfen

Gelenkschmerzen

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Endlich wieder schmerzfrei bewegen, das wär´s!

Schmerzen der Extremitäten können langfristig zu deutlichem Leidensdruck führen.

Ob es sich nun um Sportverletzungen, degnerative Erkrankungen oder Fehlbelastungen handelt, der Bewegungsschmerz ist immer hinderlich im Alltag.

Schulterschmerzen, Knieprobleme, „Tennisarm“ oder Sprunggelenksbeschwerden müssen nicht immer gleich mit Spritzen behandelt werden, zumal viele von Ihnen Angst davor haben.

Die Lokalisierung der Schmerzgebiete ist häufig gar nicht so einfach, manche Schmerzen, wie zum Beispiel der schmerzende Ellbogen, kann seinen Ursprung an der Halswirbelsäule haben und die Ferse, die auch einen Ruheschmerz hat, könnte eigentlich der Rücken sein. Solche Chameleons der Schmerztherapie müssen zunächst aufgedeckt werden, bevor die Therapie begonnen werden kann.

Alternativen zur verhassten Spritze gibt es genug, welche für Sie am besten passt, wird im Behandlungsverlauf und nach eingehender körperlicher Untersuchung entschieden.

Beispiele für die alternative Schmerztherapie sind:

    • Fußreflexzonenmassage
    • Triggerpunkttherapie
    • Schüssler- Salze
    • Kinesio-Taping
    • Bewegungstraining
    • Extremitätenmassage

 

Dogge
Wenn jede Bewegungs schmerzt, möchte man sich am liebsten nur noch verkriechen…

 

Muskelschmerzen

Jeder von Ihnen wird mal einen Muskelkater gehabt haben. Natürlich ist das nicht angenehm, doch wir wissen auch, dass dieser Schmerz nach einem bis zwei Tagen verschwunden ist.

Doch was ist, wenn ständig sämtliche Muskeln schmerzen? Wenn man sich nicht mehr bewegen kann, ohne Schmerztabletten einzunehmen? Die Ärzte haben vielleicht schon Fibromyalgie diagnostiziert, eine Krankheit, die weder radiologisch noch laborchemisch nachweisbar ist, qausi eine „Scheinkrankheit“. Dennoch haben die Betroffenen einen hohen Leidensdruck und tatsächlich sehr starke Schmerzen, oftmals am gesamten Körper.

Begleitet werden diese Schmerzen von depressiver Verstimmung, wenn diese nicht schon vorher bestand.

Meine Aufgabe besteht darin, auf Ihre schmerzhaften Bereiche einzugehen, begleitet von Gesprächstherapie. Ergänzend kommen Massage-, Hydro-, Hot-Stone und Bachblütentherapie hinzu.

Insbesondere, wenn Sie fast alle Schmerzmedikamente ausprobiert haben, bei zig Ärzten waren und Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten, kann ich Ihnen alternative Methoden anbieten, die erleichternd auf Ihre Beschwerden wirken.

 Kopfschmerzen

„Es gibt hundert verschiedene Arten von Kopfschmerzen.“, läutet eine Schmerzmittelwerbung ein.

Zu den bekanntesten zählen der Spannungskopfschmerz, der an den Schläfen zieht, der Stirnkopfschmerz, häufig begleitet von Stirnhöhlenentzündungen und die Migräne, welche mit starker Übelkeit, Brechreiz, Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräusche einher geht.

Treten Kopfschmerzen häufiger oder gar täglich auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Kopfschmerz
Hochspannung im Kopf – Kopfschmerzen mindern die Leistung und erzeugen einen hohen Leidensdruck.

 

Kopfschmerzen lassen sich sehr gut mit manueller Therapie und alternativen Verfahren behandeln. Führen Sie ein Schmerztagebuch, in welchem sie Intensität, Begleiterscheinungen und äußere Faktoren (Stress, Ernährung, Flüssigkeitszufuhr) notieren und bringen Sie dieses zum Termin mit. So lässt sich erkennen, in welchen Situationen Sie gefährdet sind, Kopfschmerzen zu bekommen.

Häufig haben Kopfschmerzen ihren Ursprung an der Halswirbelsäule. Liegen dort muskuläre Verspannungen und schmerzhafte Verklebungen der Muskulatur vor, werde ich auch auf diesen Bereich eingehen und diese mit Massage der Schulter- Nacken- Region sowie einer entspannenden Kopf- und Gesichtsmassage lockern.

Weitere Möglichkeiten sind Inhalationstherapie, Schüssler-Salz-Therapie, Kinesio Taping und Entspannungsverfahren.

 

 

 

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