Depression

Die Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und gehört zu den affektiven Störungen. Alleine in Deutschland sind 3,1 Millionen Menschen betroffen. Etwa 5% der Betroffenen befinden sich in psychotherapeutischer Behandlung.
Depression
Depression. Eine Volkskrankheit.
Kennen Sie das?
  • Ich fühle mich einsam, allein gelassen, traurig und wertlos.
  • Ich fühle mich zerschlagen, ausgelaugt, müde.
  • Ich fühle im Inneren nur Leere.
  • Besonders am Morgen fühle ich mich antriebslos, ohne Motivation, kann kaum aufstehen und würde mich am liebsten den ganzen Tag im Bett verkriechen.
  • Ich kann mich schlecht konzentrieren und es fällt mir schwer, alltägliche Dinge zu erledigen.
  • Innerlich bin ich rastlos, kann nicht still sitzen. Ich empfinde innere Unruhe.
  • Dinge, die mir sonst Freude bereitet haben, empfinde ich eher belastend.
  • Ich gehe kaum noch sozialen Aktivitäten nach. Ziehe mich immer mehr zurück. Jede menschliche Gesellschaft ist mir zu viel.
  • Manchmal denke ich darüber nach, was wohl wäre, wenn ich tot wäre.
  • Ich kann nicht einschlafen oder wache in der Nacht ständig auf.
  • Ich fühle mich schuldig für diesen Zustand.

Haben Sie drei oder mehr Aussagen bejahen können, liegt bei Ihnen sehr wahrscheinlich eine Depression vor.

hund
Nicht jeder, der mal müde, traurig, ausgelaugt oder missmutig ist, ist direkt depressiv. Da gilt es, genauer hinzusehen.

Es ist normal, dass man sich Gedanken über seine Arbeit macht, über Mitmenschen oder einfach mal seine Ruhe haben möchte. Jeder Mensch ist mal traurig oder müde. Geht es Ihnen jedoch schon seit mehreren Wochen so, sollten Sie sich ärztliche Hilfe suchen, denn eine Depression ist nicht einfach nur „schlechte Laune“.

Definition

Man unterscheidet verschiedene Arten, von der endogenen über die reaktive Depression bis hin zu den saisonal bedingten Depressionen (SAD).

Endogene Depressionen haben ihren Ursprung, wie der Name schon sagt (griechisch „endos“ =  Inneres) im Inneren des Menschen, womit die Psyche gemeint ist. Es lassen sich keinerlei organische Auslöser feststellen. Aus diesem Grund gilt sie als „klassischer Typ“ der Depressionen.

Reaktive Depressionen entstehen nach einem einschneidenden Erlebnis wie Unfällen, Tod eines Ehepartners/Kindes (DD posttraumatische Belastungsstörung), nach Kündigung des Arbeitsplatzes oder Scheidung.

Bei den saisonal bedingten Depressionen handelt es sich um depressive Verstimmung hauptsächlich im Winter, seltener im Sommer. Man vermutet bei der Winterdepression, dass sie durch die mangelnde Sonneneinstrahlung und dem daraus folgendem Vitamin-D-Mangel entsteht.

Ferner sind Depressionen nach Geburt eines Kindes bekannt, die Wochenbettdepression. Durch starke Schwankungen im Hormonhaushalt der Mutter und auf Grund der neuen Anforderungen leiden viele Mütter an der ernstzunehmenden Wochenbettdepression.

Igel
Einfach nur einigeln…depressive Menschen leben oft sozial zurückgezogen.

 

Die Symptome der Depression sind in folgenden Punkten ähnlich:

  • Morgentief (Verschlechterung des Zustandes und der Stimmung in den frühen Morgenstunden)
  • Gefühl der Gefühllosigkeit (emotionale Leere)
  • Schlaflosigkeit
  • Freudlosigkeit
  • innere Unruhe
  • Gedankenkreisen, Grübeln
  • geringe Reiztoleranz
  • erhöhte Aggressivität gegenüber Mitmenschen, Autoaggressivität
  • Konzentrationsstörungen, allgemeines Desinteresse
  • Appetit- und Gewichtsverlust, Anorexie
  • Antriebslosigkeit
  • Libidoverlust
  • körperliche Beschwerden (Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Verspannungen der Rückenmuskulatur, Schluckstörungen, Atmungsprobleme)
  • Suizidgedanken und -handlungen
  • Selbstmordgefahr!

Je nach Dauer und Vielfalt der Symptome werden Depressionen in drei verschiedene Schweregrade eingeteilt. Zur Diagnosesicherung müssen die Symptome mindestens zwei Wochen am Stück bestehen. Treten die Symptome in zeitlich versetzten Abständen auf, spricht man von einer rezidivierenden depressiven Episode.

Traurigkeit
Traurigkeit, Verzweiflung, Schmerz, Verlust spiegeln die Gefühlslage depressiver Menschen.

Psychotherapie

Die Psychotherapie einer Depression kann, abhängig von Dauer und Schweregrad sowie Beeinträchtigung im Alltag, mehrere Monate oder auch Jahre in Anspruch nehmen.

Hoffnung
Neue Wege gehen, so lautet das Motto. Für Sie ein Weg der Hoffnung, der Sie aus dem Tal der Verzweiflung führt.

 

Psychiater greifen in beinahe allen Fällen zur Begleitmedikation. Psychopharmaka gegen Depressionen gibt es viele, um einige Wirkstoffklassen zu nennen: SSRI (selektive-Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Beispiel „Fluoxetin“), Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (trizyklische Antidepressiva, Beispiel „Reboxetin“) sowie Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (Beispiel „Venlafaxin“). Sie denken sich jetzt vielleicht „So viele Fremdwörter“! Zu Recht.

Man geht davon aus, dass ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn das Auftreten von Depressionen begünstigt. Serotonin ist, wie manche wissen, ein Glückshormon. Die eingesetzen Antidepressiva gleichen den Mangel an Botenstoffen im Gehirn aus und führen so zu einer ausgeglichenen Stimmungslage.

Doch birgt jedes Medikament auch Nebenwirkungen, durch welche die Patienten im Alltag beeinträchtigt sind. Dazu gehören Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Benommenheit, Schläfrigkeit, allergische Reaktionen, Übelkeit, Schwindel, Herzbeschwerden (z.B. Herzrhythmusstörungen, verlangsamter Herzschlag oder Herzklopfen), Kopfschmerzen, verminderte Libido…die Liste der Nebenwirkungen auf den Beipackzetteln ist lang.

Tabletten
Ein bunter Cocktail Freude-keine Alternative zur Psychotherapie, sondern nur ein Bestandteil der ärztlichen Therapie!

Viele Patienten vertragen diese Medikamente nicht und setzen sie eigenmächtig ab. Ein fataler Fehler! Psychopharmaka sollten unbedingt unter ärztlicher Aufsicht und ganz langsam ausgeschlichen werden. Sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem behandelnden Psychiater.

Erst nach Wirkung der Antidepressiva beginnen einige Psychiater mit der Gesprächstherapie, wobei jede Sitzung fünfzig Minuten umfasst.

Was ich für Sie tun kann:

Da ich als Heilpraktiker keine Medikamente verschreiben darf, bitte ich Sie, Ihre Medikation so einzunehmen, wie es Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Nach eingehender Anamnese und Besprechung Ihrer aktuellen Situation werden Sie gemeinsam mit mir Ihre persönlichen Ziele erarbeiten. Zur Therapie von Depressionen gehören verschiedene Module:

Treppe
Raus aus dem Gedankenkarussel! Ein wichtiger Bestandteil der Psychotherapie.
  • Erarbeitung einer Tagesstruktur:  Planung von (angenehmen) Aktivitäten, Tagesablauf, Notfallplan bei Zeiten des „Nichts- Tun“.
  • Änderung des Denkmusters: negative Denkmuster durch positive ersetzen. Depressive Patienten neigen dazu, das Umfeld und die Welt negativ zu sehen, typische Aussagen „Mich mag ja eh keiner.“ oder „Das wird sowieso nichts mehr.“ analysieren und durch neue, positive Sätze und Affirmationen (Leitsprüche/- Wörter/Wortbilder) ersetzen.
  • Tiefenpsychologische Gespräche bei stabilen Patienten. Aufarbeitung der Vergangenheit, prägende Ereignisse aus der Kindheit und Jugendzeit, Probleme in aktuellen Beziehungen und Situationen.
  • Prismatische Gespräche: Arbeit mit Assoziationen, Affirmationen und Metaphern (bildliche Darstellung von Gedanken). Erleichtert vielen Patienten den Umgang mit Problemen und belastenden Situationen.
  • Stresspunkt-Massage
  • Ergänzende Therapie mit Bachblüten, Globuli und Schüssler Salzen
  • Rückfallprophylaxe, Notfallplan

 

Strand
Entdecken Sie Ihre Oase der Freude. Gerne helfe ich Ihnen bei der Suche.

Eine Sitzung dauert 90 Minuten, wobei die Erstanamnese mit 120 Minuten angesetzt wird. Bei Bedarf können die einzelnen Sitzungen auf 120 Minuten ausgeweitet werden.