Kategorie-Archiv: Psychologie

emotion

Adipositas

emotion

„Schau nur, wie fett der ist!“

Das oder Ähnliches bekommen stark übergewichtige Menschen häufig zu hören. Dabei ist Adipositas mehr als nur „ein paar Kilo“ zu viel auf den den Hüften. Adipositas bezeichnet eine schwerwiegende Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit krankhafter Fettvermehrung sowie -verteilung. Die WHO spricht von Adipositas, wenn der  Body-Mass-Index (kurz: BMI) >30kg/m² ist.

Die WHO teilt Adipositas in drei Schweregrade ein, welche durch den BMI* gestaffelt sind:

       Bezeichnung                                          BMI
  • Normalgewicht                                        18,5 – 24,9
  • Übergewicht                                              25,0 – 29,9
  • Adipositas Grad I                                      30,0 – 34,9
  • Adipositas Grad II                                     35,0 – 39,9
  • Adipositas Grad III (permagna)               ≥ 40,0

 

Dabei spielt auch die Körperfettverteilung eine große Rolle. Bei übermäßigem Bauchfett (auch viszerales Fett genannt oder Figur vom „Apfeltyp“) besteht ein größeres Risiko, Herz-Kreislauf Erkrankungen zu bekommen, als bei anderen Fettverteilungstypen mit Polstern an Oberschenkel, Po und Hüfte (Birnentyp).  Ab einem Bauchumfang von 80cm bei Frauen und 90cm bei Männern ist das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken, deutlich erhöht.

bauch
Regelmäßiges Messen des Taillenumfangs hilft bei der Gewichtskontrolle.
Berechnung des BMI:  Gewicht in Kilogramm (x) geteilt durch die Körpergröße (y) zum Quadrat = x ÷ y²
Beispiel: eine Frau mit einer Größe von 1,67m wiegt 70kg:
70÷ (1,67x167) = BMI 25,1

Wie entsteht Adipositas?

„Die essen einfach zu viel!“, sagen die Einen. „Die liegen den ganzen Tag nur faul ´rum!“, meinen die Anderen.

Richtig ist, dass zu viel und zu kalorienhaltige Nahrung in Kombination mit einem Bewegungsdefizit dazu führt, dass man an Gewicht zunimmt. Der Körper speichert nicht verbrauchte Energie in Fettdepots „für schlechte Zeiten“.

Auch der Lebensstil, psychische Probleme und Medikamente können Schuld an Übergewicht sein:

chips

  • Stressessen, Essen aus Frust, Langeweile
  • Fast-Food, Geschmacksverstärker, zuckerhaltige Getränke
  • Passive Freizeitgestaltung (PC, Fernsehen, Auto fahren, Fahrstuhl)
  • Gedankenmuster aus der Kindheit („Dein Teller wird leer gegessen, sonst gibt es schlechtes Wetter!“
  • Essen als Ersatz für zwischenmenschliche Zuwendung
  • Depressionen
  • Medikamente (Cortison, Hormone, Insulin)
  • Stoffwechselstörungen (Schilddrüse: M. Hashimoto, Nebenniere: Cushing-Syndrom, Glucosestoffwechselstörungen)
  • Andere Erkrankungen: Lipödem, Tumore (insbesondere Gehirntumore)
  • Schlafmangel

Welche Folgen hat Adipositas?

Neben sozikulturellen Aspekten wie Mobbing, Zurückweisung, Unangenehmlichkeiten (im Flugzeug muss ein spezieller Sitz gebucht werden, Kinostühle sind zu eng, Kleidung gibt es nur in Spezialgeschäften…) sind die körperlichen Folgeschäden einer unbehandelten Adipositas lebensgefährlich.

Durch die ständige Energiezufuhr und das enorme Körperfett kommt es zum metabolischen Syndrom. Das metabolische Syndrom stellt eine Kombination aus Hyperglykämie (zu hoher Blutzucker durch Insulinresistenz ⇒ Diabetes mellitus Typ II, Altersdiabetes), Hyperurikämie (zu hohe Harnsäurewerte ⇒ Gicht), arterieller Hypertonie (erhöhter Blutdruck > 140/90 mmHg) und/oder Hypercholesterinämie (zu hohe Blutfettwerte) dar.

zucker

Auf Grund der erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerte auf der einen und dem erhöhten Blutdruck auf der anderen Seite kommt es im Laufe der Zeit zu Ablagerungen an den Gefäßen. Man spricht im Allgemeinen von Arteriosklerose.

Zunächst sind die kleinen Gefäße betroffen, die unsere Augen, das Herz und die Nieren versorgen. Zuckerablagerungen an den Netzhautgefäßen führen zur diabetischen Retinopathie und diese, unbehandelt, zur Erblindung.

 

herz
Herz in Gefahr! Schützen Sie Ihr Herz, indem Sie Ihre Lebenweise ändern.

Ablagerungen an den Gefäßen des Herzens (Coronargefäße) führen zur KHK (coronare Herzkrankheit) und begünstigen Herzinfarkte. Insbesondere bei Diabetikern kommt es häufig zu „stummen Infarkten“, da das Schmerzempfinden durch bereits minderdurchblutete Gefäße herabgesetzt ist.

 

 

 

Weitere Erkankungen, die durch Adipositas begünstigt werden sind das Schlafapnoe-Syndrom, Reflux, Gallenblasenerkrankungen wie z.B. Gallensteine (durch gestörten Fettstoffwechsel), Arthrose (Dauerbelastung der Gelenke durch zu viel Gewicht) und sogar Brustkrebs wird durch ein zu hohes Gewicht gefördert, da Brustkrebs ein östrogenabhängiger Tumor ist (Östrogenspeicher im Fettgewebe).

Der Leidensdruck ist für viele Patienten sehr groß. Sie leiden unter dem viel zu hohen Gewicht und fühlen sich wertlos. Diese Insuffizienzgefühle sind häufig der Weg in eine Depression, wenn sie nicht schon vorher bestand. Typisches Vermeidungsverhalten führt dazu, dass zwischenmenschliche Kontakte abbrechen und sie immer mehr Zeit alleine Zuhause verbringen, dort grübeln und immer mehr essen. Sie trauen sich nicht mehr in die Stadt, um nicht von anderen Menschen (an)gesehen zu werden. Es ist ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.

 

Behandlung von Adipositas

Die Behandlung von Adipositas erfolgt in schlimmen Fällen, die mit psychischen Auffälligkeiten einhergehen (z.B. Depressionen, Angststörungen) zunächst in einer Spezialklinik, wo eine kontrollierte Gewichtsreduktion durchgeführt wird.

ekg

Begonnen wird mit einer ausführlichen körperlichen Untersuchung, Aufnahme von Körpergröße und – gewicht, Taillenumfang, Laborparameter (Blutzucker, Blutfette, Harnsäure, Creatinin = Nierenwert, Schilddrüsenwerte) und EKG (in Ruhe und bei Belastung).

Oberstes Ziel bei der Behandlung von Adipositas ist die Gewichtsreduktion, die je nach Schweregrad 5-10%, 10-20% und 20-30% ( Grad I, II, III) vom Ausgangsgewicht betragen sollte.

Von einer zu schnellen Gewichtsabnahme wird abgeraten, der Körper fällt in einen Stresszustand, es kann zu Organversagen kommen. Am Anfang besteht der größte Gewichtsverlust aus Wasser. Ab einem gewissen Punkt stagniert das Gewicht, die Patienten müssen sich vermehrt anstrengen, weiter an Gewicht zu verlieren. Hier kapitulieren die meisten, da kein gewünschter Behandlungserfolg zu sehen ist. Diese Reaktion vom Körper ist völlig normal. Daher ist ein tägliches Sportprogramm und eine ausgewogene, fett- und zuckerarme Ernährung das A und O.

 

Hilfreich ist für Patienten, Therapiepartner und Familie, ein Ernährungs- und Bewegungstagebuch zu führen, bereits vor der Behandlung. Hier schreiben die Patienten alles auf, was sie zu sich nehmen mit Angabe von Uhrzeit und wie sie sich danach gefühlt haben, warum sie es gegessen haben und ob sie es im Sitzen, Stehen oder Gehen zu sich genommen haben.

plan

Diese Methode hilft, typische Essmuster zu erkennen, welche schädlich für das Gewicht sind. Außerdem erhalten die Patienten ein Gefühl dafür, wann sie aus Langeweile, Stress oder wegen richtigem, „echten“ Hunger essen.

Hinzu kommt die Änderung der Bewegungsmuster. Mindestens 30-60 Minuten an 3 bis 5 Tagen in der Woche sollten sich die Patienten aktiv bewegen. Schwimmen ist eine gelenkschonende Sportart, Walking und Radfahren sind ebenso geeignet.

run
Laufen Sie den Kilos einfach davon…

 

Von Diäten im herkömlichen Sinne rate ich ab, im Hinblick auf den ungewünschten Jojo- Effekt. Stattdessen ist eine grundsätzliche Änderung der Ernährungsgewohnheiten angesagt.

 

Gesunde Ernährung beginnt bereits im Supermarkt.

gemüse

Weg von XXL-Packungen voller Chips, Schokolade und Limonaden. Statt dessen frisches Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Wurst und Milchprodukte, mageres Geflügel statt Würstchen und gehacktem.

 

Wenn die Gewichtsreduktion nicht stationär begonnen wird, sondern im häuslichen Bereich, bedarf es einer hohen Motivation, Durchhaltevermögen und einem Umfeld, welches die/den Betroffene/n unterstützt. Eventuell ist es hilfreich, eine ambulante Psychotherapie begleitend durchzuführen. Mittlerweile gibt es auch einige Selbsthilfegruppen für adipöse Menschen (z.B. Overeaters Anonymous).

 

Was kann ich als Heilpraktikerin für Sie tun?

Sind Sie motiviert und wollen an Gewicht verlieren? Haben Sie schon einige Diätversuche gestartet, jedoch ohne Erfolg?

Sofern Sie nicht in lebensbedrohlichem Zustand sind, in welchem ich Sie nicht behandeln darf, sondern eine stationäre Behandlung notwendig ist, kann ich Ihnen bei folgenden Schritten helfen:

  • Bestandsaufnahme: Was essen Sie jetzt? Welches Gewicht haben Sie bei welcher Größe? Wie gestalten Sie Ihre Freizeit und wie sieht Ihr Alltag aus?
  • Erstellung von (persönlichen) Zielen: Wie sieht Ihr Wunschgewicht aus? Welches Kleidungsstück möchten Sie wieder tragen?
  • Haben Sie Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel? Auf was können Sie ohne Mühe verzichten, auf was nicht?
  • Basierend darauf erstellen wir gemeinsam einen Ernährungsplan, individuell für Sie und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
  • Ich begleite Sie psychologisch und erarbeite mit Ihnen gemeinsam einen Plan gegen auslösende Faktoren.
  • Unterstützend empfehle ich Ihnen Schüssler Salze und/oder Globuli, die das Abnehmen erleichtern

hafen

Es ist IHR Weg, Ihr Ziel, Ihr Leben. Seien Sie es sich wert!

 

burnout-90345_1280(1)

Burn-out-Prophylaxe

burnout-90345_1280(1)

Viele von Ihnen werden sich hier angesprochen fühlen. Burn-out ist mittlerweile zur Volkskrankheit geworden. Früher als „Managerkrankheit“ bezeichnet, befinden sich heute Menschen aller Berufsgruppen mit der Diagnose „Burn-out“ in psychotherapeutischer Behandlung.

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist ein Resultat der wachsenden Anforderungen, dem selbst auferlegten Druck und dem Motto „Höher, schneller, weiter“.

 

Burn-out bezeichnet einen Zustand völliger psychischer und physischer Erschöpfung.

 

Selbst Kinder zeigen häufig typische Symptome, die auf den enormen Stress zwischen Ganztagsschule, Hausaufgaben, Hobbies und Leistungsansprüchen der Eltern und Lehrer zurückzuführen sind. Sie leiden häufig unter Bauch- und Kopfschmerzen, sind aggressiv , ziehen sich emotional zurück oder greifen in jungen Jahren schon zu Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin oder Cannabis.

Kennen Sie das? Sie geben jeden Tag Ihr Bestes, meistern den 40-Stunden Job, schmeißen den Haushalt und schaffen es, Ihre Kinder zu allen möglichen Veranstaltungen zu bringen. Ihr Terminkalender lässt keine freie Zeit zu, in der Sie sich nur um sich selbst kümmern dürfen. Auf der Arbeit müssen Sie stets 150% geben, immer freundlich sein, krank sein können Sie sich nicht erlauben. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als „Zeit zum Entspannen.“?

Nach einem Misserfolg denken Sie sich: „Denen werde ich es beweisen!“

 

Stress
Gegen die Zeit. Höher, schneller, weiter. Bis Sie nicht mehr weiter, schneller und höher können, weil Ihr Körper nicht mehr mitmacht…

 

Sie machen Überstunden, übernehmen die Arbeit Ihrer Kollegen, putzen Ihre Wohnung lieber zwei Mal, gehen jeden Tag ins Fitnessstudio, arrangieren die besten Geburtstagspartys. Und dann?

Zwar spüren Sie die Verspannungen im Rücken, den schmerzenden Kopf, das Ziehen im Bauch und merken, dass Sie kaum etwas essen. Doch all das ist egal, schließlich wollen Sie immer der/die Beste sein.  In der Nacht können Sie nicht schlafen, denn Ihr Kopf ist voller Gedanken, die kein Ende nehmen und so stehen Sie morgens auf, fühlen sich schwach und schläfrig, steuern dem Verlangen nach Schlaf mit literweise Kaffee entgegen um wieder zu funktionieren.

Ihre Arbeit empfinden Sie nur noch als lästiges Muss, sie gehen sozialen Kontakten nicht mehr nach und was ist mit Ihrem Ich-Gefühl?

Spüren Sie sich noch selbst? Oder merken Sie, dass Sie wie ein Roboter durch Ihr Leben gehen, der funktioniert und erledigt, jedoch keine emotionalen Regungen mehr von sich gibt?

Personen, die am Burn-out-Syndrom leiden, haben meistens das Gefühl, sie können nichts Leisten, beziehungsweise nicht die gewünschte Leistung erbringen (Erwartungshaltung an sich selbst oder von Autoritätspersonen), obwohl sie bis ans Äußerste gehen, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Sie fühlen sich wert- und wirkungslos und rutschen dann in einen Zustand der emotionalen Leere, gefolgt von depressiven Episoden. Häufig machen sich körperliche Symptome bemerkbar, wie zum Beispiel:

 

Was können Sie tun, um dem Vorzubeugen?

Zunächst ist es wichtig, eine Bestandsaufnahme zu machen. Fragen wie

  • Fühle ich mich wohl in meiner Haut?
  • Ist mein Job der Richtige für mich?
  • Gehe ich meinen Hobbies nach?
  • Kann ich auf der Arbeit Freude empfinden?
  • Bin ich mit meinen Lebensumständen zufrieden?
  • Welche körperlichen Beschwerden habe ich?

 

 

display-panel-473625_1280

Sie sollten, egal wie voll Ihr Terminkalender ist, einen Tag in der Woche einplanen, an dem Sie bewusst nichts einplanen.

 

 

Falls das nicht umsetzbar ist, versuchen Sie zwei Mal in der Woche eine Stunde zu blockieren mit „Zeit für mich“. Was Sie dann machen, ist letztendlich egal. Ob Lesen, Sport treiben, ein Schaumbad nehmen oder Gartenarbeit, Sie persönlich wissen, was Sie gerne machen, wobei Sie abschalten können.

Es gibt verschiedene Entspannungstypen. Einige finden innere Ruhe durch Meditation, Autogenem Training oder Progressiver Muskelrelaxion. Andere müssen körperlich aktiv sein, um abzuschalten. Sie gehen laufen, tanzen oder trainieren.

Was kann ich für Sie tun?

 

emergency-exit-596805_1280
Ziehen Sie die Notbremse, solange Sie noch können!

 

 

Da Sie, um den Termin bei mir wahrzunehmen, mindestens eine Stunde Zeit einplanen müssen, haben Sie schon einen Schritt getan, um dem Alltag zu entfliehen. Was Bestandteil der Sitzung ist, erarbeiten wir gemeinsam. Das kann eine Entspannungsmassage sein oder aber Anleitung zur progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen oder Gesprächstherapie, in welcher wir nach Möglichkeiten suchen, wie Sie besser mit Stress umgehen.

Für den Alltag gebe ich Ihnen ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg, damit Sie stressige Situationen besser verarbeiten:

  • Beginnen Sie, sich jeden Morgen im Spiegel zu begrüßen, nehmen Sie sich als Mantra:

    „Ich bin gut so, wie ich bin!“

  • Falls es auf der Arbeit turbulent zugehen sollte, atmen Sie drei bis fünf Mal bewusst tief ein und wieder aus, zählen Sie innerlich bis zehn.
  • Wenn Sie merken, die Nackenmuskulatur verkrampft sich, rollen Sie mit den Schultern, nutzen Sie die Pause, um kurz an die frische Luft zu gehen.
  • Machen Sie sich einen Tagesplan (handschriftlich, am Vorabend): Bis wann muss ich arbeiten? Was muss ich heute erledigen, was kann noch warten? ( → Prioritäten setzen!)
  • Wenn Sie nach Hause kommen, gönnen Sie sich eine halbe Stunde, um herunterzufahren. Hören Sie Musik, ziehen Sie sich bequeme Kleidung an. Wichtig hierbei: in dieser halben Stunde erledigen Sie weder Hausarbeit noch machen Sie irgendetwas, von dem Sie denken „Das MUSS jetzt erledigt werden“. Diese halbe Stunde ist nur für Sie und dient der körperlichen und geistigen Entspannung.
  • Verwöhnen Sie sich oder lassen Sie sich verwöhnen. Ein gutes Essen, eine Massage, Sonnenbaden oder ein (!!!) Glas Wein, Hauptsache, es tut Ihnen gut.
  • Gehen Sie sie oft wie möglich an die frische Luft! (→Vitamin D sorgt für gute Laune)
  • Treiben Sie Sport. Ob nun draußen (um es mit dem vorherigen Punkt zu kombinieren), im Studio oder zuhause, ob allein oder in einer Gruppe, das bleibt Ihnen überlassen. Sport führt zur Ausschüttung vpn Endorphinen und die machen bekanntlich gute Laune. So kommen wir direkt zum nächsten Punkt:
  • Haben Sie Sex! Die Ausschüttung von Hormonen wie Endorphin und Oxytocin haben einen positiven Effekt auf Körper und Geist, Sie schlafen besser und fühlen sich glücklicher.
  • Essen Sie ausreichend B-Vitamine. Dazu zählen grünes Gemüse, Fleisch, Eier, Körner und Saaten sowie fetter Fisch (Makrele, Hering und Co.). Vitamin B ist ein Nervenvitamin, macht ausgeglichen und stark für einen anstrengenden Alltag.
  • Vor dem Schlafengehen hilft ein weiteres Mantra, um ein positives Selbstbild zu bekommen/ aufrecht zu erhalten.

    „Es war ein guter Tag, meine Leistung wird geschätzt.“

Orange
Die Farbe Orange hat einen ausgleichenden Effekt, sie strahlt Wärme und Geborgenheit aus, gleichzeit Kraft und Energie. Stellen Sie sich ein Muster in dieser Farbe vor, wenn Sie zu Bett gehen.

 

Auch wenn das Morgen und Abend Mantra etwas gewöhungsbedürftig klingt und sich für Sie komisch anhört, versuchen Sie es. Ihr Unterbewusstsein wird diese Informationen abspeichern und Sie fühlen sich automatisch stärker, selbstbewusster und arbeiten somit wesentlich effizienter.

 

Einen entspannten Tag wünscht Ihnen,

 

Ihre Yvonne König

gesicht

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ (BPS), früher Borderline-Syndrom genannt, bezeichnet länger andauernde Probleme im Umgang mit Gefühlen und innerer Anspannung. Sie ist gekennzeichnet durch Impulsivität, Sprunghaftigkeit und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, der Stimmung und des Selbstbildes.

gesicht
Neurose, Psychose und Persönlichkeitsstörung – Bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung kommen alle drei Komponenten zusammen.

 

Die Borderline Persönlichkeitsstörung, kurz BPS, wirkt sich auf beinah alle Bereiche des täglichen Lebens aus:

  • zwischenmenschliche Beziehungen → konflikthaft, instabil bei gleichzeitiger Angt vor dem Verlassenwerden
  • innere Spannungs- und Angstgefühle → Selbstentwertung, Suizidgedanken, -drohungen und -versuche, selbstschädigendes Verhalten (z.B. „Ritzen“)
  • Gefühl der inneren Leere

 

Borderline (engl.) bedeutet zu deutsch Grenzlinie. 1938 fiel der Begriff zum ersten Mal durch den Psychoanalytiker Adolf Stern, welcher einen Übergang zwischen neurotischer und psychotischer Symptome bei der „Border line group“ erkannte. Die Psychotraumatologie zählt das Symptombild zu den komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen.

Tatsächlich findet man in der Geschichte von BPS-Patienten häufig traumatisierende Ereignisse, wie zum Beispiel sexueller/emotionaler Missbrauch, Unfälle, Tod eines Elternteils, Mord, häusliche Gewalt. Zur vollen Ausprägung der Symptome kommt es meistens zwischen dem 16. und 20. Lebensjahr.

Laut DSM-V müssen mindestens fünf der unten aufgeführten Kriterien vorliegen, um die Diagnose Borderline- Persönlichkeitsstörung zu stellen.
  1. Starke Angst vor dem Verlassenwerden. Patienten bemühen sich mit allen Mitteln, um dies zu verhindern. (Hier erfolgt kein selbstschädigendes Verhalten)
  2. Intensive, aber gleichzeitig auch instabile zwischenmenschliche Beziehungen. Denken in Extremen, entweder Idealisierung oder völlige Entwertung des Anderen.
  3. Ausgeprägte Identitätsstörung. Andauernde Instabilität des Selbstbildes und/oder der Selbstwahrnehmung.
  4. Impulsivität in zwei oder mehr Bereichen: zu viel oder zu wenig essen, enthemmtes Sexualverhalten, riskantes Fahren, Substanzenmissbrauch (Alkohol, Drogen, Medikamente), übermäßiges Geld ausgeben, Spielen.
  5. Suizidale Handlungen, Selbstverletzungen (typische Schnittwunden auf den Armen, Beinen, Bauch), Selbstmorddrohungen.
  6. Affektive Instabilität: wechselnde Stimmung von depressiv zu manisch- euphorisch, Reizbarkeit und Angst.
  7. Chronische Gefühle von Leere.
  8. Heftige Wutausbrüche mit impulsiven Handlungen, Kontrollverlust, länger andauernde Wut, körperliche Auseinandersetzungen.
  9. Durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen.

 

Besonders in sozial fordernden Situationen ist die Fähigkeit zur spontanen und bewussten Steuerung von Spannungen und Gefühlen unabdingbar: Reaktion auf Zurückweisungen, Enttäuschen, bei zwischenmenschlicher Nähe, zur Äußerung und Umsetzung  von Wünschen und Erwartungen.

Betroffene sind mit solchen Anforderungen jedoch dermaßen überfordert, dass sie nur mit Wutausbrüchen, impulsiven Handlungen, Vorwürfen oder auch Gefühllosigkeit, Rückzug und/oder Selbstschädigung reagieren können. Es besteht eine starke Neigung zur Derealisierung (die Umgebung scheint „merkwürdig“, „sonderbar“) bis hin zur Depersonalisation („ich bin nicht mehr ich“, „ich weiß nicht, wer ich bin“, „ich fühle mich nicht mehr“).

Das selbstschädigende Verhalten charakterisiert den typischen BPS-Patienten. Außenstehende kennen häufig nur die abwertende Bezeichnung „Ritzer“.

Warum schädigen sich die Betroffenen selbst?

razor-blade-220323_1280

Aggressionen, Wut und innere Spannungen stauen sich bei den Patienten in einem hohen Maß an, selbst wenn sie mit Wutausbrüchen reagieren finden sie irgendwann keinen anderen Weg mehr, um ihre Spannung abzubauen. Die Rasierklinge (oder Messer, Schere, spitze Gegenstände, die eigenen Zähne) bieten die Möglichkeit, „sich ins eigene Fleisch zu schneiden“. Mit dem fließenden Blut bauen sich innere Spannungen ab, die Patienten fühlen sich erleichtert und gleichzeitig schlecht, innerlich leer, ungeliebt.

Nicht alle Patienten mit einer BPS verletzen sich selbst!

Einige zeigen auch nur typische Charaktereigenschaften oder schädigen sich, indem sie übermäßig Alkohol zu sich nehmen, Drogen nehmen, nichts oder zu viel essen oder riskant verhalten.

Viele Patienten berichten, sie wissen selbst nicht, wer sie sind. Die andauernde Achterbahn der Gefühle verwirrt sie selbst zu sehr, sie können mit sich selbst nicht umgehen und verlieren sich in sich selbst. So zeichnen sich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen als wechselhaft und instabil aus, wobei gleichzeitig die Angst vor Trennung besteht.

rollercoaster-801833_1280

Insbesondere im zwischenmenschlichen Bereich zeigen sich Schwierigkeiten. Ein und die selbe Person kann hier noch verklärt idealisiert und im anderen Moment abgewertet werden. Es herrscht ein ständiges Auf und Ab der Gefühle und des Zugehörigkeitsgefühls.

 

Es handelt sich hierbei um eine sogannte „frühe Störung“ (heißt, schon in den ersten Lebensmonaten belastend), wobei bereits im Kindesalter Beziehungen zu anderen Personen (Eltern, Geschwister, Freunde, Bezugs- und Autoritätspersonen) in „gut“ und „böse“ eingeteilt werden, die eigene Person steht zusammenhangslos daneben. Dieses Muster zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben der Patienten mit BPS.

optical-illusion-155520_1280
Denken in Schwarz und Weiß, typisch bei BPS.

 

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung hat eine hohe Komorbidität. Das heißt, es finden sich noch weitere psychische Störungen, wie zum Beispiel Depressionen, Angststörung, Essstörungen und Suchterkrankungen.

 

Wie gehen Angehörige damit um?

Das Leben mit einer an BPS erkrankten Person ist extrem schwierig und stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Sie sind oft von Ängsten (insbesondere vor dem Alleinsein),  innerer Leere und Langeweile geplagt, obgleich die Personen es selber sind, die eine langfristige Beziehung zu anderen Menschen unmöglich machen.

Wer sich dazu entschließt, diese Herausforderung anzunehmen, sollte selbst emotional stabil genug sein, um nicht mitgerissen zu werden in eine Welt der Gefühlsachterbahn. In kritischen Situationen, wo der BPS-Partner/Kind/Geschwisterteil aggressiv und unkontrolliert ist, sollte das Gegenüber auf keinen Fall ebenfalls laut werden!

Bleiben Sie ruhig, gelassen und antworten Sie nicht! Widersprechen Sie nicht. Am besten verlassen Sie den Raum. Falls Drohungen ausgesprochen werden, versuchen Sie nicht, den oder die Betroffene davon abzuhalten. Es ist ein Schrei nach Aufmerksamkeit, dem Sie in diesem Moment nicht nachgehen können. Bleiben Sie stark.

Sie können nichts tun. Es handelt sich um eine Störung der Persönlichkeit. Nur indem Sie ruhig bleiben und die Person austoben lassen, können Sie miteinander leben. Anderenfalls werden Sie selbst krank.

Da BPS-Patienten eine besondere Begabung zu Manipulation ihrer Mitmenschen haben, werden Sie schnell merken, dass Sie im Besitz dieser Person sind. Unternehmen Sie etwas alleine, wird sie Ihr Partner ständig anrufen, kontrollieren, fragen, wo Sie mit wem unterwegs sind. Wahrscheinlich wird Ihr Partner verlangen, dass Sie nach Hause kommen.

Die einzige Lösung ist eine Langzeittherapie mit verhaltenstherapeutischem Ansatz sowie psychagogischen ( Kombination aus Psychotherapie und pädagogischen Vorgehensweisen) Elementen. Gegebenenfalls ist eine Traumatherapie notwendig. Eine stationäre Therapie stellt oftmals die einzige Lösung dar, insbesondere bei Suizidgefahr, die leider nicht gering ist.

 

Selbstbewusstsein

Nicht jeder kann von sich behaupten, selbstbewusst zu sein. Bereits in den ersten fünf Sekunden einer Begegnung wissen wir, ob unser Gegenüber ein selbstsicheres Auftreten hat oder nicht.

Selbstbewusstsein ist nicht gleich Arroganz!

Oft werden diese beiden Eigenschaften gleichgesetzt und eine selbstsichere Person als arrogant bezeichnet. Arrogante Personen erkennt man daran, dass sie sich selbst am nächsten stehen, wenig soziale Kompetenzen aufweisen und nur um ihr eigenes Wohl bedacht sind. Für solche Personen stehen materielle Dinge über zwischenmenschlichen Beziehungen. Nichts ist gut, teuer, wertvoll genug und ihre Ansprüche sind extrem hoch. Es kümmert sie auch nicht, was andere Personen denken und fühlen, solange es ihnen selbst gut geht.

Selbstbewusste Personen erkennt man daran, dass sie einen aufrechten Gang haben, Augenkontakt halten können und sich in größeren Gruppen behaupten können. Sie vertreten ihre Meinung, auch dann, wenn ein Großteil der anderen Personen anderer Meinung ist. Dennoch besitzen sie eine hohe soziale Intelligenz, können sich in andere Personen einfühlen und bewerten andere Menschen nicht nach Äußerlichkeiten oder Status. Sie sind sich ihrer Selbst bewusst.

Selbstvertrauen

Fehlendes Selbstbewusstsein findet man häufig bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Essstörungen, Angststörungen und Borderline-Persönlichkeitsstörung, um einige zu nennen.

Deshalb ist die Ich-Stärkung bei der Therapie psychischer Erkrankung ein wichtiges Element. Unter Ich-Stärkung versteht man die Summe an Maßnahmen, welche zu einer Verbesserung des Selbstwertgefühls/Selbstbewusstseins führen.

Hintergrund

Nerven

Laut Siegmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse, wohnen in jedem von uns drei Instanzen. Zum Einen das Es, welches die Triebe beherbergt, zum Anderen das Über-Ich, welches Moral, Gesetze, Verbote repräsentiert und das Ich, welches die Vermittlerfunktion zwischen Es und Über-Ich übernimmt.

Das Ich hat die Funktion der kognitiven Kontrolle, sprich das Denken, Fühlen, Realitätsprüfung, Herstellung von Objektbeziehungen, Urteilsvermögen und Regulation von Triebimpulsen. Außerdem entspringen ihm Abwehrmechanismen, welche zur Aufrechterhaltung des seelischen Wohlbefindens und damit des Ichs beitragen.

Die geläufigsten Abwehrmechanismen sind:

  • Verdrängung
  • Regression
  • Vermeidung
  • Verleugnung
  • Rationalisierung
  • Autoaggression
  • Somatisierung

Unter Ich-Stärke versteht man also das Maß, in welchem das Ich die Kontrolle über die Triebe hat und vor äußeren Einflüssen schützt. Ich-Stärke umfasst folgende Bausteine:

  • Stabilität und Flexibilität der Person in Bezug auf :  Angsttoleranz, Impulskontrolle, Denkorganisation und Sublimierungsfähigkeit
  • Grad der Integration
  • Grad der Realitätsnähe
  • Triebbefriedigung in sozialen Beziehungen
  • Grad innerpersönlicher Konflikte/Fehlfunktionen somatisiert werden (körperliche Beschwerden)

Bei der Therapie psychischer Erkrankungen sollte insebsondere auf diese Komponenten eingangen werden.

Die Ich-Entwicklung beginnt bereits als Säugling und während der Entwicklung kommen Fragen zum eigenen Ich auf. „Wer bin ich?“, „Wo stehe ich?“, „Welches soziale Umfeld prägt mich?“, „Wie reagiere ich?“. Schon im frühen Kindesalter prägen sich bestimmte Denk- und Verhaltensmuster ein, welche auch im Erwachsenenalter immer wieder auftauchen.

Wer als Kind von seinen Eltern immer gesagt bekam, er oder sie sei nicht gut genug, nicht hübsch genug, nicht sportlich genug, nicht schlau genug, wird als Erwachsener wiederkehrende Gedanken haben.

Doch wie Stärken wir das Selbstbewusstsein?

Es gibt einige, sehr einfache Übungen, die Sie Zuhause einfach mal ausprobieren können.

Lachen

Lächeln Sie! Ja, es klingt ein wenig befremdlich, sein eigenes Spiegelbild anzulächeln, aber versuchen Sie es.

Zur Hilfe können Sie sich einen Witz oder ein lustiges Bild neben den Spiegel hängen, Hauptsache sie lächeln. Im nächsten Schritt lächeln Sie beim Einkaufen einfach mal die Kassiererin an, bei der Bestellung im Restaurant den Kellner, beim Telefonieren. Durch Lachen werden bestimmte Muskeln im Gesicht aktiviert, welche zur Verbesserung des Selbstbewusstseins und Steigerung des Energie führen.

Sprechen Sie lauter! Menschen mit niedrigem Selbstbewusstsein neigen dazu, leise zu sprechen. Sie gehen in der Masse einer großen Gesprächsrunde unter. Seien Sie wie ein Löwe und verschaffen Sie sich Gehör. Testen Sie es zunächst bei vertrauten Personen, so können Sie sich eine lautere Stimme antrainieren.

Nehmen Sie Haltung an! Eine aufrechte Haltung sorgt für eine bessere Durchblutung der Brust- und Bauchorgane. Also hatte unser Opa damals Recht, als sagte: „Bauch rein, Brust raus.“. Sie werden von anderen Personen gleich anders wahrgenommen, wenn Sie aufrecht stehen und gehen. Kontrollieren Sie immer wieder Ihre Haltung, um ein Zurückfallen in das alte Bewegungsmuster zu verhindern.

Aufrecht
Machen Sie sich groß! Nur wer aufrecht steht wird gesehen und hat selbst den Überblick.

Danken Sie ihren Fehlern! Klingt merkwürdig? Keineswegs. Denn wer keine Fehler macht, arbeitet auch wenig. Durch Fehler lernen Sie. Macken machen menschlich. Sie gehören zu Ihnen wie Ihre Haare und Füße.

Verteilen Sie Komplimente! Genau, wer lobt, wird gelobt. Jeder Mensch möchte anerkannt werden und freut sich über jedes Lob. Als das nächste Mal, wenn sie an einer Frau ein tolles Kleid sehen, einfach mal nachfragen woher Sie es hat. Der Kollegin sagen, wie gut der selbstgebackene Kuchen geschmeckt hat und dem Chef, wie dankbar Sie über seine Kritik sind. Trauen Sie sich!

Drehen Sie negative Gedanken um! Anstatt zu denken „Das Wetter ist aber heute furchtbar.“, sagen Sie „Toll, endlich kann ich mal in Ruhe Lesen/aufräumen/ein leckeres Gericht kochen.“ Statt „das Glas ist halb leer“, heißt es von nun an „Prima, so kann ich mir bald ein frisches Getränk einschenken.“

Body&Mind

Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Haut!

Ob es nun die Lieblingskleidung oder der Wellnesstag ist, sorgen Sie dafür, dass sie sich wohl fühlen. In Ihren Lieblingsschuhen laufen Sie sofort selbstsicherer. Nach einem langen Bad spüren Sie die Entspannung und Wohltat in Ihrem Körper.

 

Vielen Patienten fällt es allerdings schwer, diese Schritte zu gehen. Dafür bin ich da, um Ihnen dabei zu helfen. Mit praktischen Übungen und Auswahl von Affirmationen (Merksätze) werden Sie Schritt für Schritt ein sichereres Auftreten bekommen. Trauen Sie sich, es lohnt sich!

 

Vitamin-D

Die Sonne scheint! Zeit, Vitamin-D zu tanken. Vitamin-D wird hauptsächlich über die Haut aufgenommen und ist maßgeblich am Knochenaufbau, also zur Einlagerung von Calcium in die Knochen, beteiligt.

Eine halbe Stunde an der frischen Luft spazieren gehen genügt. Achten Sie aber bitte auf ausreichenden Sonnenschutz! Durch Sonnencreme wird die Vitamin-D Aufnahme NICHT behindert.

Weg
Direkte Sonneneinstrahlung ist für die Vitamin-D-Aufnahme unerlässlich. Nutzen Sie deshalb sonnige Tage für einen ausgedehnten Spaziergang.

Gut zu wissen

Vitamin-D ist ein Sammelbegriff für

    • Vitamin D2 (Ergocalciferol), welches in Pflanzen und einigen Pilzen vorkommt
    •  Vitamin D3 (Cholecalciferol), welches in   tierischen Produkten zu finden ist

Beide Vitamin-D-Verbindungen werden im Körper in mehreren Schritten und den Organen

  • Haut
  • Leber
  • Niere

zu Calcitriol umgewandelt, welches eine hormonähnliche Wirkung im Calcium- und Phosphat-Stoffwechsel hat. Aus diesem Grund wird das Vitamin-D (Calcitriol) auch Prohormon (Hormonvorstufe) genannt.

Sonne
Ein Vitamin-D-Mangel kann sich auch durch depressive Verstimmung äußern, zum Beispiel bei der Winterdepression.

Wozu ist Vitamin-D gut?

Vitamin-D hat zudem noch weitere günstige Wirkungen auf unseren Körper. Es macht gute Laune und stärkt das Immunsystem, reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und laut Studien hat dieses Vitamin eine positive Wirkung bei Krebserkrankungen wie Darm-, Prostata-, Blut-, Haut- und Lungenkrebs, indem es die Bildung von Metastasen hemmt.

Jedoch sollte man aufpassen, Vitamin-D nicht in zu hohen Mengen zu sich zu nehmen. Mit normaler Ernährung kommt es eher selten zu einer Hypervitaminose. Nahrungsergänzungsmittel enthalten oft Vitamin-D, deshalb ist bei der Einnahme verschiedener Vitamintabletten Vorsicht geboten!

Da es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt, kann es nicht über die Niere oder den Darm ausgeschieden werden und reichert sich in der Leber an. Bestenfalls liegt der Vitamin-D-Gehalt im Blut bei 20-30 Nanogramm pro Milliliter.

Eine Überdosierung (Hypervitaminose) bringt folgende Symptome mit sich:

  • Bauchkrämpfe, Gewichtsverlust
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Psychosen
  • Niereninsuffizienz
  • Muskel- und Sehnenschmerzen
  • Osteoporose
  • erhöhte Körpertemperatur

Daher empfielt es sich, falls Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, auf den Vitamin-D-Gehalt zu achten und nicht verschiedene Vitamin-D haltige Nahrungsergänzungsmittel zu kombinieren.

Natürliche Vitamin-D-Quellen sind:

Fische
Fisch auf den Tisch! Einmal pro Woche sollten Sie Hering, Lachs und Co. auf Ihren Speiseplan setzen.
  • fetter Fisch (z.B. Hering)
  • Eier
  • Leber
  • Käse
  • Avocado*
  • Margarine*

 

 

 

 

 

* auch bei vegetarischer/veganer Ernährung geeignet