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Burn-out-Prophylaxe

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Viele von Ihnen werden sich hier angesprochen fühlen. Burn-out ist mittlerweile zur Volkskrankheit geworden. Früher als „Managerkrankheit“ bezeichnet, befinden sich heute Menschen aller Berufsgruppen mit der Diagnose „Burn-out“ in psychotherapeutischer Behandlung.

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist ein Resultat der wachsenden Anforderungen, dem selbst auferlegten Druck und dem Motto „Höher, schneller, weiter“.

 

Burn-out bezeichnet einen Zustand völliger psychischer und physischer Erschöpfung.

 

Selbst Kinder zeigen häufig typische Symptome, die auf den enormen Stress zwischen Ganztagsschule, Hausaufgaben, Hobbies und Leistungsansprüchen der Eltern und Lehrer zurückzuführen sind. Sie leiden häufig unter Bauch- und Kopfschmerzen, sind aggressiv , ziehen sich emotional zurück oder greifen in jungen Jahren schon zu Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin oder Cannabis.

Kennen Sie das? Sie geben jeden Tag Ihr Bestes, meistern den 40-Stunden Job, schmeißen den Haushalt und schaffen es, Ihre Kinder zu allen möglichen Veranstaltungen zu bringen. Ihr Terminkalender lässt keine freie Zeit zu, in der Sie sich nur um sich selbst kümmern dürfen. Auf der Arbeit müssen Sie stets 150% geben, immer freundlich sein, krank sein können Sie sich nicht erlauben. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als „Zeit zum Entspannen.“?

Nach einem Misserfolg denken Sie sich: „Denen werde ich es beweisen!“

 

Stress
Gegen die Zeit. Höher, schneller, weiter. Bis Sie nicht mehr weiter, schneller und höher können, weil Ihr Körper nicht mehr mitmacht…

 

Sie machen Überstunden, übernehmen die Arbeit Ihrer Kollegen, putzen Ihre Wohnung lieber zwei Mal, gehen jeden Tag ins Fitnessstudio, arrangieren die besten Geburtstagspartys. Und dann?

Zwar spüren Sie die Verspannungen im Rücken, den schmerzenden Kopf, das Ziehen im Bauch und merken, dass Sie kaum etwas essen. Doch all das ist egal, schließlich wollen Sie immer der/die Beste sein.  In der Nacht können Sie nicht schlafen, denn Ihr Kopf ist voller Gedanken, die kein Ende nehmen und so stehen Sie morgens auf, fühlen sich schwach und schläfrig, steuern dem Verlangen nach Schlaf mit literweise Kaffee entgegen um wieder zu funktionieren.

Ihre Arbeit empfinden Sie nur noch als lästiges Muss, sie gehen sozialen Kontakten nicht mehr nach und was ist mit Ihrem Ich-Gefühl?

Spüren Sie sich noch selbst? Oder merken Sie, dass Sie wie ein Roboter durch Ihr Leben gehen, der funktioniert und erledigt, jedoch keine emotionalen Regungen mehr von sich gibt?

Personen, die am Burn-out-Syndrom leiden, haben meistens das Gefühl, sie können nichts Leisten, beziehungsweise nicht die gewünschte Leistung erbringen (Erwartungshaltung an sich selbst oder von Autoritätspersonen), obwohl sie bis ans Äußerste gehen, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Sie fühlen sich wert- und wirkungslos und rutschen dann in einen Zustand der emotionalen Leere, gefolgt von depressiven Episoden. Häufig machen sich körperliche Symptome bemerkbar, wie zum Beispiel:

 

Was können Sie tun, um dem Vorzubeugen?

Zunächst ist es wichtig, eine Bestandsaufnahme zu machen. Fragen wie

  • Fühle ich mich wohl in meiner Haut?
  • Ist mein Job der Richtige für mich?
  • Gehe ich meinen Hobbies nach?
  • Kann ich auf der Arbeit Freude empfinden?
  • Bin ich mit meinen Lebensumständen zufrieden?
  • Welche körperlichen Beschwerden habe ich?

 

 

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Sie sollten, egal wie voll Ihr Terminkalender ist, einen Tag in der Woche einplanen, an dem Sie bewusst nichts einplanen.

 

 

Falls das nicht umsetzbar ist, versuchen Sie zwei Mal in der Woche eine Stunde zu blockieren mit „Zeit für mich“. Was Sie dann machen, ist letztendlich egal. Ob Lesen, Sport treiben, ein Schaumbad nehmen oder Gartenarbeit, Sie persönlich wissen, was Sie gerne machen, wobei Sie abschalten können.

Es gibt verschiedene Entspannungstypen. Einige finden innere Ruhe durch Meditation, Autogenem Training oder Progressiver Muskelrelaxion. Andere müssen körperlich aktiv sein, um abzuschalten. Sie gehen laufen, tanzen oder trainieren.

Was kann ich für Sie tun?

 

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Ziehen Sie die Notbremse, solange Sie noch können!

 

 

Da Sie, um den Termin bei mir wahrzunehmen, mindestens eine Stunde Zeit einplanen müssen, haben Sie schon einen Schritt getan, um dem Alltag zu entfliehen. Was Bestandteil der Sitzung ist, erarbeiten wir gemeinsam. Das kann eine Entspannungsmassage sein oder aber Anleitung zur progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen oder Gesprächstherapie, in welcher wir nach Möglichkeiten suchen, wie Sie besser mit Stress umgehen.

Für den Alltag gebe ich Ihnen ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg, damit Sie stressige Situationen besser verarbeiten:

  • Beginnen Sie, sich jeden Morgen im Spiegel zu begrüßen, nehmen Sie sich als Mantra:

    „Ich bin gut so, wie ich bin!“

  • Falls es auf der Arbeit turbulent zugehen sollte, atmen Sie drei bis fünf Mal bewusst tief ein und wieder aus, zählen Sie innerlich bis zehn.
  • Wenn Sie merken, die Nackenmuskulatur verkrampft sich, rollen Sie mit den Schultern, nutzen Sie die Pause, um kurz an die frische Luft zu gehen.
  • Machen Sie sich einen Tagesplan (handschriftlich, am Vorabend): Bis wann muss ich arbeiten? Was muss ich heute erledigen, was kann noch warten? ( → Prioritäten setzen!)
  • Wenn Sie nach Hause kommen, gönnen Sie sich eine halbe Stunde, um herunterzufahren. Hören Sie Musik, ziehen Sie sich bequeme Kleidung an. Wichtig hierbei: in dieser halben Stunde erledigen Sie weder Hausarbeit noch machen Sie irgendetwas, von dem Sie denken „Das MUSS jetzt erledigt werden“. Diese halbe Stunde ist nur für Sie und dient der körperlichen und geistigen Entspannung.
  • Verwöhnen Sie sich oder lassen Sie sich verwöhnen. Ein gutes Essen, eine Massage, Sonnenbaden oder ein (!!!) Glas Wein, Hauptsache, es tut Ihnen gut.
  • Gehen Sie sie oft wie möglich an die frische Luft! (→Vitamin D sorgt für gute Laune)
  • Treiben Sie Sport. Ob nun draußen (um es mit dem vorherigen Punkt zu kombinieren), im Studio oder zuhause, ob allein oder in einer Gruppe, das bleibt Ihnen überlassen. Sport führt zur Ausschüttung vpn Endorphinen und die machen bekanntlich gute Laune. So kommen wir direkt zum nächsten Punkt:
  • Haben Sie Sex! Die Ausschüttung von Hormonen wie Endorphin und Oxytocin haben einen positiven Effekt auf Körper und Geist, Sie schlafen besser und fühlen sich glücklicher.
  • Essen Sie ausreichend B-Vitamine. Dazu zählen grünes Gemüse, Fleisch, Eier, Körner und Saaten sowie fetter Fisch (Makrele, Hering und Co.). Vitamin B ist ein Nervenvitamin, macht ausgeglichen und stark für einen anstrengenden Alltag.
  • Vor dem Schlafengehen hilft ein weiteres Mantra, um ein positives Selbstbild zu bekommen/ aufrecht zu erhalten.

    „Es war ein guter Tag, meine Leistung wird geschätzt.“

Orange
Die Farbe Orange hat einen ausgleichenden Effekt, sie strahlt Wärme und Geborgenheit aus, gleichzeit Kraft und Energie. Stellen Sie sich ein Muster in dieser Farbe vor, wenn Sie zu Bett gehen.

 

Auch wenn das Morgen und Abend Mantra etwas gewöhungsbedürftig klingt und sich für Sie komisch anhört, versuchen Sie es. Ihr Unterbewusstsein wird diese Informationen abspeichern und Sie fühlen sich automatisch stärker, selbstbewusster und arbeiten somit wesentlich effizienter.

 

Einen entspannten Tag wünscht Ihnen,

 

Ihre Yvonne König

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